Der Treffpunkt für Software-Architekten

Wann

12. bis 13. Oktober 2016

Wo

München

zwei tage,
für alle, die ein Interesse an Software-Architektur haben.

Wir sind nach dem großen Erfolg in 2015 dabei das zweite Architecture Gathering 2016 zu planen. Für alle, die an Software-Architektur interessiert sind, ist „The Architecture Gathering“ der Ort, an dem Software-Architekten, erfahrene Entwickler und alle anderen an Architektur Interessierten von anderen Experten lernen, Ideen austauschen, networken und von ihren Erfahrungen aus der Praxis berichten. Die Konferenz findet am 12. und 13. Oktober 2016 in München statt.

Es wird vom iSAQB (International Software Architecture Quality Board) ausgerichtet und von SIGS Datacom organisiert – beides sehr bekannte Namen in der deutschen Software-Architektur-Szene.

Veranstaltet von:

Das International Software Architecture Qualification Board ist ein Zusammenschluss von Fachexperten zu Softwarearchitektur aus Industrie, Beratungs- und Trainingsunternehmen, Wissenschaft und anderen Organisationen.

Organisiert von:

SIGS DATACOM ist ein internationales und herstellerunabhängiges Unternehmen für Weiterbildung in der Informationstechnologie

Die Sprecher

Christiane
Floyd

Benjamin
Wilms

codecentric

@MrBWilms

Felix
Braun

codecentric

Christian
Fischer

@agiledojo

Sven
Johann

innoQ

@kaesfiehs

Peter
Götz

@petersgoetz

Phillip
Ghadir

innoQ

@pghadir

Markus
Völter

@markusvoelter

Michael
Sperber

Active Group

@sperbsen

Michael
Plöd

innoQ

@bitboss

Harm
Gnoyke

embarc

@HarmGnoyke

Matthias
Naab

Fraunhofer

Marcus
Trapp

Fraunhofer

Wolfgang
Keller

objectarchitects

Eberhard
Wolff

Fellow at innoQ, Buchautor

@ewolff

Mahbouba
Gharbi

ITech Progress

@MahboubaGharbi

Elmar
Jürgens

CQSE

@ElmarJuergens

Oliver
Zeigermann

embarc

@DJCordhose

Carola
Lilienthal

Mitglied der Geschäftsleitung WPS - Workplace Solutions GmbH. Buchautorin.

@Cairolali

Stephan
Roth

oose

@_StephanRoth

Kore
Nordmann

Qafoo

@koredn

Oliver
Wehrens

E-Post

@owehrens

Felix
Müller

Zalando

@fmueller_bln

Michael
Stal

Siemens

@MichaelStal

Stefan
Tilkov

innoQ

@stilkov

Michael
Mahlberg

Coach, Consultant, Geschäftsführer TCG The Consulting Guild GmbH

@MMahlberg

Das Programm

unser sorgfältig für Sie zusammengestelltes (noch vorläufiges) Programm

09:00 - 10:00

Keynote: Warum Architekten scheitern

Stefan Tilkov

Wir alle kennen die mit großen Visionen gestarteten Projekte, die im Disaster enden und bestenfalls noch als schlechtes Beispiel dienen können. Aber warum scheitern ambitionierte Architekturansätze? Warum wird „Architekt“ mittlerweile von Einigen schon als Schimpfwort benutzt? Und was können wir Architekten tun, um unseren Ruf zu retten? In diesem Vortrag sehen wir uns einige der häufigsten Gründe für das Scheitern an – und diskutieren Ansätze zu ihrer Vermeidung.

10:00 - 10:30

Kaffeepause / coffee break

10:30 - 11:30

Resilience mit Hystrix: Fehlertoleranz statt Hochverfügbarkeit

Benjamin Wilms und Felix Braun

Die Hystrix-Bibliothek aus dem Netflix-Stack isoliert einen Service von den Aussetzern und Fehlern seiner Abhängigkeiten. Verbindungen werden im Fehlerfall zeitweilig gekappt: Statt Timeouts und Exceptions können wohl definierte Defaults zurückgegeben werden.Im Hystrix Warstories-Talk werden wir - nach einem kurzem Intro - die Erfahrungen und Lessons Learned aus zwei verschiedenen Hystrix-Projekten teilen. Unser Projekt-Setup, die Fallen, in die wir gelaufen sind und natürlich unsere Erfolge. Außerdem erfährst Du, wieviel Spaß wir in unseren Projekten mit dem Hystrix-Dashboard und einem µService-Integration-Day hatten.

11:30 - 11:45

Raumwechsel

11:45 - 12:45

Agile Software Architecture: the missing manual - Methoden und Werkzeuge für krossfunktional Teams

Christian Fischer

Um schnell auf Änderungen in der Softwareentwicklung reagieren zu können, werden in agilen Vorgehensmodellen möglichst alle hierfür nötigen Aufgaben in die Verantwortung des krossfunktionalen und selbstorganisierenden Entwicklerteams gegeben. Hierzu zählt auch der Entwurf und die Umsetzung der Software Architektur. Doch nach konkreten Ansätzen, wie diese Aufgabe bewältigt werden kann, sucht man in agilen Prozessen wie Scrum vergeblich und so laufen viele Teams Gefahr, das Ziel einer konsistenten und anforderungsgerechten Architektur zu verfehlen. In meinem Vortrag gehe ich auf die vier Kernelemente agiler Architekturarbeit ein und zeige, wie und an welchen Stellen sich diese in den Entwicklungsprozess integrieren lassen. Darüber hinaus stelle ich in der Praxis bewährte Methoden und Werkzeuge vor, die bei einer erfolgreichen Umsetzung helfen können.

12:45 - 14:15

Mittagspause

14:15 - 15:15

Managing Technical Debt

Sven Johann

Viele Systeme haben allerhand unsichtbare Probleme, die man heutzutage als Technical Debt zusammenfassen kann: Code Smells, fehlende Tests und Dokumentation, schlechtes Design, unangemessene Architektur und/oder veraltete Technologie. Kleine Probleme wie Code Smells sind noch einfach zu beheben, aber substantielle Probleme, die große Teile der Codebase betreffen sind aus vielen Gründen weitaus schwieriger anzupacken. Risiko, Kosten und Wert der “Rückzahlung” von Technical Debt sind zudem schwer abzuschätzen.

Es heißt oft, dass Technical Debt zu vermeiden sei, dies ist aber letztenendes unmöglich und deshalb rückt mehr und mehr das Maximieren des Wertes von “Technical Debt Management” in den Vordergrund. Dieser Vortrag diskutiert anhand mehrerer Beispiele, z.B. Ablösung von Alt-Frameworks oder Totalumbau eines Domänenmodells, angewandte Ideen wie man mit Hilfe unterschiedlichster Ideen wie Shearing Layers oder Value-Chain-Analysis den Wert einer Verbesserung innerhalb eines Entwicklungsprozesses für alle Stakeholder sichtbar und nachvollziehbar machen kann und wie man dies in einen Standard-Entwicklungsprozess wie z.B. Scrum einbetten kann.

15:15 - 15:30

Raumwechsel

15:30 - 16:30

Continuous Documentation? Wie schaffen wir es, Entwicklungsteams für die Dokumentation von Softwarearchitektur zu begeistern?

Peter Götz

Eine der großen Herausforderungen für Softwarearchitekten ist es, die Architekturdokumentation aktuell und in den Köpfen der Entwickler präsent zu halten. Manchmal gibt es nur eine lückenhafte oder nicht mehr aktuelle Dokumentation, oder die Entwicklungsteams wissen gar nicht, dass bestimmte Aspekte der Architektur dokumentiert sind und ignorieren sie deshalb.

Wir müssen also unsere Architekturdokumentation parallel zur Implementierung aktualisieren, korrigieren und erweitern. Und die beste Dokumentation liefert verschlossen im Tresor keinen großen Mehrwert, deshalb muss sie ständig verfügbar und leicht zu lesen sein. In dieser Session stelle ich verschiedene Möglichkeiten vor, Architekturdokumentation anzufertigen und abzulegen und gehe auf die Vor- und Nachteile ein. Außerdem zeige ich Möglichkeiten, um Entwicklungsteams in die Pflege und Weiterentwicklung der Architekturdokumentation einzubeziehen und dadurch gleichzeitig das Wissen um die gewählte Architektur zu verteilen.

16:30 - 17:00

Kaffeepause / coffee break

17:00 - 18:00

Komplette Isolation der Fachlichkeit mittels DSLs

Markus Völter

Ein Eckpfeiler der Softwarearchitektur ist die Separation of Concerns, also die Idee, unterschiedliche Aspekte eines Systems separat voneinander zu implementieren. Ziel ist, die einzelnen Aspekte leichter wartbar oder austauschbar zu gestalten. Der aus meiner Sicht wichtigste herauszulösende Aspekt ist die Fachlichkeit: diese sollte idealerweise völlig unabhängig von technischen Belangen implementiert werden, denn dadurch kann diese unabhängig vom Hype-Cycle der Technologien weiterentwickelt werden. Und idealerweise können dann sogar die Fachexperten (also Nicht-Programmierer) direkt dazu beitragen.

Der Schlüssel um dieses Ziel zu erreichen liegt in der Verwendung (und/oder dem Bau) von Sprachen, mit denen die Fachlichkeit in Ihrer Reinform ausgedrückt werden kann. In diesem Vortrag führe ich die Idee von fachlichen Sprachen ein, zeige einige erfolgreiche Beispiele, diskutiere die Integration der damit beschriebenen Fachlichkeit mit der Implementierungsplattform, gebe ein paar Hinweise zum effizienten Bau von Sprachen, und erläutere einige Best Practices, die ich über die letzten Jahre bzgl. dieses Ansatzes gelernt habe.

18:00 - 18:15

Raumwechsel

18:15 - 19:00

Fishbowl: Alles hat seinen Preis - wirklich alles?“

TAG-Speaker und Sie - Moderation: Michael Mahlberg

Freuen Sie sich auf spannende Diskussionen mit Speakern der TAG zu der Frage: Kann man Software-Architektur eigentlich wirklich nach Euros und Cents bewerten? Oder kommt es oft auch auf ganz andere Dinge an?

Das Fishbowl-Format als Diskussionsformat zwischen Podiumsdiskussion und freier Diskussion bietet nicht nur den TAG-Speakern, sondern auch interessierten Teilnehmern die Möglichkeit Position zu beziehen und sich zu äußern – und wer das Format noch nicht kennt lernt gleichzeitig ein einfaches aber effektives Format zur Großgruppenmoderation kennen.

09:00 - 10:00

Keynote: Warum Architekten scheitern

Stefan Tilkov

Wir alle kennen die mit großen Visionen gestarteten Projekte, die im Disaster enden und bestenfalls noch als schlechtes Beispiel dienen können. Aber warum scheitern ambitionierte Architekturansätze? Warum wird „Architekt“ mittlerweile von Einigen schon als Schimpfwort benutzt? Und was können wir Architekten tun, um unseren Ruf zu retten? In diesem Vortrag sehen wir uns einige der häufigsten Gründe für das Scheitern an – und diskutieren Ansätze zu ihrer Vermeidung.

10:00 - 10:30

Kaffeepause / coffee break

10:30 - 11:30

Funktionale Software-Architektur

Michael Sperber

Funktionale Programmierung ist auch in Deutschland inzwischen auf dem Vormarsch: Die Produktivitätssteigerung durch FP sind schon lange bekannt, die Entwicklungstechnologien inzwischen ausgereift. FP bedeutet aber auch fundamentale Änderungen in der Software-Architektur. Die Verwendung unveränderlicher Daten und reiner Funktionen steht diametral der allgegenwärtigen Verwendung gekapselten veränderlichen Zustands in OO-Architekturen diametral gegenüber, hat aber außerordentlich positive Effekte, was Flexibilität und Robustheit der entstehenden Software betrifft. Der Vortrag beleuchtet die Hauptunterschiede zwischen FP- und OO-Architekturen und berichtet aus der umfangreichen Erfahrung der Active Group im Einsatz funktionaler Programmierung in industriellen Projekten von Sozialpädagogik bis Halbleiterfabrikation.

11:30 - 11:45

Raumwechsel

11:45 - 12:45

Microservices Dokumentation - How not loose your mind with too many microservices

Oliver Wehrens und Felix Müller

Microservices sind mittlerweile ein etabilierter Architekturstil. Dieser stellt neue Anforderungen an Automatisierung, Infrastruktur und Wissensmanagement. Das Wissen über Funktionalität, Abhängigkeiten, Verantwortlichkeiten und Build-Systeme ist stark verteilt, was Entwickler und Architekten vor neue Herausfoderungen stellt. Wie weiß ein Entwickler, welche Services es bereits gibt? Wo ist der Sourcecode und die Buildchain dazu? Wer sind die Ansprechpartner dafür? Es ergeben sich eine ganze Reihe an Fragen bezüglich Dokumentation, Inter-Teamkommunikation und Technik. In diesem Vortrag stellen wir unseren Lösungsansatz vor und vergleichen ihn mit bestehenden Implementierungen von E-Post und Zalando.

12:45 - 14:15

Mittagspause

14:15 - 15:15

Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen? Vom Monolithen zu Microservices …

Harm Gnoyke

Viele Projektteams sind eine langjährige Beziehung mit einem Monolithen eingegangen - auch wenn Sie diese Entscheidung gar nicht selbst getroffen haben - und sind mit dieser Situation unglücklich. Mittlerweile gibt es viele große Microservice-Systeme, die ungleich attraktiver erscheinen: Entwickeln in unabhängigen Teams, evtl. sogar mit verschiedenen Technologien, einfaches Austauschen einzelner Services, beliebige Skalierbarkeit sind die bekanntesten Vorteile. Doch wie verabschieden Sie sich möglichst elegant von Ihrem Monolithen und wechseln zu einem Microservice-System?

In diesem Vortrag diskutiere ich zunächst die Beweggründe für einen Wechsel. Ist die Entscheidung gefallen, steht der Umzug an: Was lassen Sie zurück und was nehmen Sie mit ins neue Microservice-System? Ich zeige eine schrittweise Ablösestrategie und weise auf typische Stolperfallen hin. Als Abschluss zeige ich wie sich der Umzug auf die Test-Strategien auswirkt. Insbesondere dort tickt der Neue nämlich anders...

15:15 - 15:30

Raumwechsel

15:30 - 16:30

Wie finden Softwarearchitekten den Weg zu User Experience? Mit Google Maps!

Matthias Naab und Marcus Trapp

Eine hervorragende Softwarearchitektur und eine tolle User Experience sind zentrale Erfolgsfaktoren von Softwaresystemen. Der Vortrag betrachtet das Spannungsfeld zwischen diesen beiden Bereichen. Dabei gehen wir nicht nur auf die durchaus unterschiedlichen Personengruppen der Softwarearchitekten und UX Designer ein, sondern betrachten auch den Zusammenhang und die Tradeoffs zwischen tollen UX Konzepten und technischen Konzepten, die zur Umsetzung benötigt werden. Wir illustrieren am Beispiel von Google Maps, welche architektonischen Höchstleistungen notwendig sind, um die Google-Experience zu erreichen, das heißt: Google-typische Einfachheit zu gewährleisten und Google-typische Mega-Dienste überhaupt zu ermöglichen. Der Vortrag zeigt auf, wie trotz der unterschiedlichen Charaktere von Architekten und UX Designern großartige Systeme erschaffen werden können.

16:30 - 17:00

Kaffeepause / coffee break

17:00 - 18:00

Cloud Native Architecture - gebaut für die Cloud

Phillip Ghadir

Heute lassen sich Systeme dank unterschiedlichster Cloud-Dienste softwareseitig anders schneiden als noch vor einigen Jahren. Ein System für die Cloud zu entwickeln, kann die Time-to-Market verkürzen oder auch die Skalierbarkeit und Elastizität verbessern, erfordert aber Infrastruktur-Knowhow. Dieser Vortrag stellt einige Infrastruktur- und Plattform-Services und sich daraus ergebende Architektur-Optionen vor.

18:00 - 18:15

Raumwechsel

18:15 - 19:00

Fishbowl: Alles hat seinen Preis - wirklich alles?“

TAG-Speaker und Sie - Moderation: Michael Mahlberg

Freuen Sie sich auf spannende Diskussionen mit Speakern der TAG zu der Frage: Kann man Software-Architektur eigentlich wirklich nach Euros und Cents bewerten? Oder kommt es oft auch auf ganz andere Dinge an?

Das Fishbowl-Format als Diskussionsformat zwischen Podiumsdiskussion und freier Diskussion bietet nicht nur den TAG-Speakern, sondern auch interessierten Teilnehmern die Möglichkeit Position zu beziehen und sich zu äußern – und wer das Format noch nicht kennt lernt gleichzeitig ein einfaches aber effektives Format zur Großgruppenmoderation kennen.

09:00 - 10:00

Keynote: Architektur in der Softwaretechnik

Christiane Floyd

Die Grundlagenbegriffe der Softwarearchitektur – wie Modul und Schnittstellen, Kohäsion und Kopplung, Geheimnisprinzip und Kapselung, Schichtung und abstrakte Maschinen – sind knapp 50 Jahre alt und erfreuen sich einer in der Informatik seltenen, ausdauernden Beliebtheit, spiegeln sie doch allgemeine kognitive Prinzipien zur Bewältigung von Komplexität wider. Bald verschob sich der Fokus von einzelnen Produkten und ihrer Komponenten auf Familien von Versionen und Varianten und ihre Einbettung in die technische Umgebung. Auf Bewährtes aufbauend, wurden Architekturmuster und Musterarchitekturen ausgearbeitet. Dann wurden Einzelprodukte zu unternehmensweiten und interoperablen Lösungen zusammengeschlossen, bis hin zu Software-Landschaften und -Ökosystemen. Und schon lange steht nicht mehr der architektonische Erstentwurf im Vordergrund, sondern die Erhaltung der Architektur bei Weiterentwicklung langlebiger Software.

Der Vortrag bietet eine Tour d'Horizon durch die Denkwelt der Softwarearchitektur und zeigt Bezüge auf zur allgemeinen Architektur und zu relevanten philosophischen Begriffen – mit der Absicht, Grundlagen und Perspektiven für die engere fachliche Arbeit mit Softwarearchitektur zu vermitteln.

10:00 - 10:30

Kaffeepause / coffee break

10:30 - 11:30

EAM Buzzword Bingo: Was wird aus EAM?

Wolfgang Keller

Startups greifen große Firmen an. Sie sind meist „lean“, „agile“ oder beides. Enterprise Architecture Managemebt (EAM) wurde Anfang der 2000er Jahre entwickelt, als die Cloud erst in Ideen existierte und agile Entwicklung noch nicht Mainstream war. Inzwischen tauchen auch Lean-EAM und agile EAM auf. Der Vortrag versucht zu beantworten, was vor diesem Hintergrund mit EAM geschehen wird. Ist es obsolet? Ist Lean-EAM komplett anders als „normales EAM“?, Brauchen agile Unternehmen überhaupt kein EAM mehr? Oder waren diese Themen durch einen musterbasierten EAM-Ansatz schon einigermaßen abgedeckt?

11:30 - 11:45

Raumwechsel

11:45 - 12:45

Daten-Architekturen nicht nur für Microservices

Eberhard Wolff

Microservices sollen keine gemeinsame Datenbank haben. Warum eigentlich? Und was ist mit der dabei entstehenden Redundanz? Viele Architekturen kranken an zu großen und inflexiblen Datentöpfen. Dieser Vortrag zeigt die Gründe für die Probleme: Die Missachtung von Bounded Context und eine viel zu enge Kopplung der Datenmodelle. Ansätze wie CQRS (Command Query Responsibility Segregation) und Event Sourcing zeigen, wie solche Probleme gelöst werden können - ohne dass dabei zu große Redundanzen bei den Daten entstehen.

12:45 - 14:15

Mittagspause

14:15 - 15:15

Broken Wings: wie mache ich meine Architektur zum Überflieger?

Mahbouba Gharbi

Die Architektur eines Softwaresystems ist mit den Flügeln eines Flugzeugs vergleichbar: sie bildet das Fundament zum Fliegen und ist unerlässlich, um den Vogel in der Luft zu halten. Im Umkehrschluss bedeutet das: bröckelt das Fundament, stürzt der Vogel ab.

Um solch eine Bruchlandung im System zu vermeiden, wird in diesem Workshop bzw. Vortrag die qualitative Architekturbewertung praxisnah vorgestellt. Gemeinsam erarbeiten wir eine anforderungsgerechte Lösung für die renommierte Fluggesellschaft „Broken Wings“, die ihre Softwarearchitektur auf Risikofaktoren überprüfen und tiefgreifende Verbesserungen implementieren möchte. Im Anschluss besprechen wir die Ergebnisse und leiten daraus Handlungsempfehlungen für die Zukunft ab.

15:15 - 15:30

Raumwechsel

15:30 - 16:30

Mob-Architekturverbesserung - Technische Schulden im Team erkennen und abbauen

Carola Lilienthal

Fast jedes Softwaresystem wird mit guten Vorsätzen aber unter schwierigen Bedingungen entwickelt. Deadlines, unterschiedliche Qualifikationen und Missverständnisse im Entwicklungsteam führen dazu, dass die Architektur des Systems erodiert und Schritt für Schritt technische Schulden aufgebaut werden. In diesem Vortrag zeige ich Ihnen, wie Sie Ihre Architektur im Team analysieren, diskutieren und schnell Refactorings entwickeln können. Das gemeinsame Verständnis über die Architektur wird bei der Mob-Architekturverbesserung geschärft und jeder im Entwicklungsteam versteht, wie der Sourcecode organisieren und weiterentwickeln werden muss, um technische Schulden zu verhindern. Meine Empfehlungen basieren auf über 100 Analysen in Java, C#, C++, PHP und ABAP sein.

16:30 - 17:00

Kaffeepause / coffee break

17:00 - 18:00

Was verraten moderne Analysen über Wechselwirkungen zwischen Architektur und Organisation? Fallbeispiele aus 10 Jahren Praxiseinsatz

Elmar Jürgens

Passen Architektur einer Anwendung und Kommunikationsstrukturen ihres Entwicklungsteams nicht zueinander, kann das auf beiden Seiten zu Problemen führen. Sowohl die Architektur, als auch die Teamorganisation entwickeln sich jedoch - oft unabhängig voneinander - weiter. Wie können wir als Architekten merken wenn Probleme auftreten, um früh reagieren zu können? Im Vortrag stelle ich moderne Analysetechniken vor, die uns als Architekten hierbei unterstützen. Spezielle Code- und Architekturanalysen zeigen Probleme in der Anwendung auf, die ihre Ursachen auf Team-Ebene haben. Team-Analysen auf Versionshistoriendaten zeigen Änderungen im Team rechtzeitig auf, die sich negativ auf Code und Architektur auswirken können.

Neue Ansätze architekturzentrischer Dashboards führen beide Analysefamilien zusammen und erlauben uns die Interpretation der Ergebnisse im Kontext der Anwendungsarchitektur. Ich stelle im Vortrag sowohl die Analysen, als auch Fallstudien aus 10 Jahren Praxiseinsatz vor. Dabei gehe ich auf Beispiele aus kommerzieller Software und Open-Source Systemen ein.

09:00 - 10:00

Keynote: Architektur in der Softwaretechnik

Christiane Floyd

Die Grundlagenbegriffe der Softwarearchitektur – wie Modul und Schnittstellen, Kohäsion und Kopplung, Geheimnisprinzip und Kapselung, Schichtung und abstrakte Maschinen – sind knapp 50 Jahre alt und erfreuen sich einer in der Informatik seltenen, ausdauernden Beliebtheit, spiegeln sie doch allgemeine kognitive Prinzipien zur Bewältigung von Komplexität wider. Bald verschob sich der Fokus von einzelnen Produkten und ihrer Komponenten auf Familien von Versionen und Varianten und ihre Einbettung in die technische Umgebung. Auf Bewährtes aufbauend, wurden Architekturmuster und Musterarchitekturen ausgearbeitet. Dann wurden Einzelprodukte zu unternehmensweiten und interoperablen Lösungen zusammengeschlossen, bis hin zu Software-Landschaften und -Ökosystemen. Und schon lange steht nicht mehr der architektonische Erstentwurf im Vordergrund, sondern die Erhaltung der Architektur bei Weiterentwicklung langlebiger Software.

Der Vortrag bietet eine Tour d'Horizon durch die Denkwelt der Softwarearchitektur und zeigt Bezüge auf zur allgemeinen Architektur und zu relevanten philosophischen Begriffen – mit der Absicht, Grundlagen und Perspektiven für die engere fachliche Arbeit mit Softwarearchitektur zu vermitteln.

10:00 - 10:30

Kaffeepause / coffee break

10:30 - 11:30

Was uns C64 Programmierung über JavaScript Architekturen lehren kann

Oliver Zeigermann

Die Programmierung des C64, des bekanntesten Heimcomputers der 80er Jahre, mit seinem eingebauten Basic war vor allem eins: leicht zu erlernen, aber wenig mächtig. Einfache Dinge konnte man innerhalb weniger Minuten lösen, aber bei wirklichen Aufgaben musste man auf andere Ansätze wechseln.

Ähnliche Erfahrungen haben viele Entwickler erst mit dem JavaScript Framework jQuery und später dann mit AngularJS gemacht. Eben wie bei der C64-Programmierung kommt es auch bei der Webentwicklung darauf an, dass man einen Architektur-Ansatz findet, der dem Problem gerecht wird. Nicht zu einfach, aber auch nicht zu komplex. Dabei kommen insbesondere durch den mächtigen Ansatz von Single-Page Applications ganz neue Anforderungen auf uns zu.

In diesem Talk werden wir uns diese Herausforderungen ansehen und passende Architekturmuster am Beispiel der gängigen JavaScript Web-Frameworks wie Angular 2 und React erarbeiten. Zur Sprache kommen dabei sowohl optimierte Komponenten-Hierarchien, als auch moderne Flux-Architekturen. Man darf gespannt sein, wie sich dabei ehemalige Anti-Patterns - z.B. globaler Zustand - zu Best-Practices wandeln.

Keine Angst: Um dem Talk folgen zu können, musst du nicht JavaScript programmieren können.

11:30 - 11:45

Raumwechsel

11:45 - 12:45

Verlässliche Daten im Abo - Zuverlässige Kommunikation für das Industrial Internet of Things mit DDS

Stephan Roth

Bei der Auswahl einer Kommunikationslösung für das Internet der Dinge (IoT) hat der System- und Softwarearchitekt die Qual der Wahl. Insbesondere im kritischen industriellen Einsatz von IoT-Lösungen (Industrial Internet of Things, IIoT) sind zumeist sehr hohe Anforderungen an die Latenz, Zuverlässigkeit, funktionale Sicherheit, Ausfallsicherheit und Datenqualität zu berücksichtigen. Data Distribution Services for Real-Time-Systems (DDS), ein Standard der Object Management Group (OMG), stellt eine echtzeitfähige Publish-Subscribe-Middleware insbesondere für hochdynamische, verteilte und skalierbare Systeme und anspruchsvolle Anwendungen im Industrial Internet of Things und im Kontext von Industrie 4.0 dar.

In diesem Vortrag stelle ich den DDS Standard und seine Funktionsweise vor, beleuchte seine Vor- und Nachteile gegenüber anderen Kommunikationslösungen, und biete einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten zur Konfiguration der Dienstgüte (Quality of Service). Software- und Systemarchitekten, die konkret mit der Konzeption und den Entwurf von IoT-Lösungen konfrontiert sind, hilft dieser Vortrag, DDS gegenüber anderen Kommunikationslösungen einzuordnen und ggf. bei Architekturentscheidungen zu berücksichtigen.

12:45 - 14:15

Mittagspause

14:15 - 15:15

PHP-Architekturmuster: Vom Entwicklerbaukasten zur Enterprise-Plattform

Kore Nordmann

50% bis 80% aller Webseiten setzen PHP ein – dazu gehören einige der Größten der Welt. Warum ist das der Fall und wie kann man PHP in großen Setups einsetzen? Wir werfen gemeinsam einen Blick auf die architekturalen Eigenschaften von PHP und es werden übliche Architekturmuster der PHP-Welt vorgestellt um zu zeigen wie sich damit auch die größten Web-Applikationen betreiben und skalieren lassen. Nach diesem Vortrag werden Sie wissen, wann und wie sich PHP im Enterprise-Umfeld einsetzen lässt.

15:15 - 15:30

Raumwechsel

15:30 - 16:30

Microservices lieben Domain Driven Design: warum und wie?

Michael Plöd

Zweifelsohne kann das Buch "Domain Driven Design" von Eric Evans als "Muss" für Software Architekten und Entwickler betrachtet werden. Die dort geschilderten Ideen sind heute im Kontext von Trends wie Microservices relevanter denn je. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass Domain Driven Design nicht einfach nur auf Aggregate, Entitäten und Services zu reduzieren ist und dass es viel tiefergehende Zusammenhänge zwischen DDD und Microservices wie den Bounded Context gibt.

An dieser Stelle setzt der Vortrag an: wir werden Schritt für Schritt erkunden, wie uns die Ideen und Patterns beim Aufbau und Design von Microservice Landschaften helfen. Des Weiteren werden wir betrachten wie wir mit Hilfe von Domain Driven Design eine bestehende Landschaft in Richtung von Microservices migrieren können.

16:30 - 17:00

Kaffeepause / coffee break

17:00 - 18:00

20 Jahre später - was ist bloß aus den Software Patterns geworden?

Michael Stal

Vor knapp über 20 Jahren erschien eines der zurecht erfolgreichsten Informatikbücher, das Design Pattern Buch von Gamma, Helm, Johnson, Vlissides. Knapp ein Jahr später folgte der ebenfalls erfolgreiche Band 1 von Pattern-Oriented Software Architecture - unter Beteiligung des Referenten. Damals schienen Patterns auf Rosen gebettet, und die Zukunft gehörte ihnen. Doch was ist aus der Vision geworden? Sind Pattern gescheitert? Sind sie eine Randerscheinung? Oder gehören sie heute zur Selbstverständlichkeit, um Entwurfslösungen wiederzuverwenden? Der Vortrag möchte eine mit Humor gewürzte kritische Retrospektive wagen, und Antworten zu den Fragen geben.

Programmkomitee

Carola
Lilienthal

Mitglied der Geschäftsleitung WPS - Workplace Solutions GmbH. Buchautorin.

@Cairolali

Michael
Mahlberg

Coach, Consultant, Geschäftsführer TCG The Consulting Guild GmbH

@MMahlberg

Eberhard
Wolff

Fellow at innoQ, Buchautor

@ewolff

Stefan
Zörner

Solution-Architekt, Buchautor, CEO Embarc.

@StefanZoerner

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